Samstag, 3. August 2019

SEEMANNSGARN, SCHNECKEN UND SOMMERFRISCHE

Hallo ihr Lieben
heute sind wir wieder auf schwedischen Boden aufgewacht und haben zunächst Göteborg unsicher gemacht. Im Hafenviertel gab es viel zu bestaunen, von edlen Yachten über Segelboote bis hin zu den Fähren. Ein Highlight war der Nachbau eines Wikinger Seglers, der heute überwiegend von Jugendgruppen genutzt wird. Sie stechen dann mit einem Skipper unter Realbedingungen in See, natürlich als Schönwetter-Matrosen. Ach ja und jetzt noch etwas Seemannsgarn: Wisst ihr, warum früher Seeleute Goldzähne oder goldene Ohrringe hatten? Das war ihr Sterbegeld, für den Fall, dass man sie in einem fremden Land bestatten musste.
In der Stadt besuchten wir anschließend zwei Kirchen, wobei uns die zweite viel besser gefallen hat als die erste und die hat sonntags auch noch zu. Es war eine Fischkirche! Was das bedeutet? Hier gab es ganz viele Leckereien, entweder zu kaufen oder gleich frisch vor Ort zubereitet: Fische, Seafood und Muscheln. Manch ein Fisch schaute uns  allerdings ganz schön böse an:-)
Danach sind wir in das frühere Arbeiterviertel Haga spaziert. Heute ist es ein Hipster-Viertel mit schnuckeligen Läden und malerischen Cafés. Bei 25 Grad und viel Sonnenschein - danke Universum - haben wir nach den stressigen letzten Tagen einfach mal die Seele baumeln lassen, u.a. im Husaren-Café die größte Zimtschnecke der Welt probiert, die etwa so groß wie eine Pizza ist. Ich bin hier schon ohnehin auf die Hefeschnecken gekommen, weil sie nicht nur mit Zimt, sondern auch mit Kardamom zubereitet werden - das gibt eine ganz besondere Geschmacksnote.
Kurz vor der Weiterfahrt zum Strand von Varberg enterten wir noch eine Rooftop-Bar und gönnten uns einen perfekten Blick über die Stadt bei einem Aperol Spritz. Danach haben wir einen schwedischen Strand besucht, der am Samstag ziemlich voll war, aber etwas von der vergangenen Sommerfrische erahnen ließ. Prachtvoll war das Kaltbadehaus, in dem man innen - nach Geschlechtern getrennt - nackt saunieren und baden kann. Übrigens sind Schweden und Norweger so verrückt nach Sauna, dass im Winter Sauna-Boote rausfahren und die Menschen dann ins eiskalte Wasser über Bord springen! 
Sonja und ich springen jetzt aufs Dach unseres Hotels in Malmö, wo sich eine Bar mit einem herrlichen Blick befinden soll. Wir gehen jetzt also aus - per Fahrstuhl:-)
Habt auch Spaß,
Sonja und Maggie

















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